Archiv für Oktober 2007

Ich dachte schon, die neue Saison kommt gar nicht mehr. Aber heute nacht ist es soweit: die NBA lässt die Kugel wieder rollen. Das wird wieder ein Fest. Können die Spurs den Titel verteidigen? Sind die Celtics schon reif für den Titel, auch ohne wirkliche Bank? Ich weiß es nicht. Wie ihr gemerkt habt, gab es hier keine wirkliche Preview. Ich habe nicht die Zeit, mich durch Statistiken zu fräsen. Aber wer sowas braucht und es nicht eh schon längst gesehen hat, darf sich bei Master Chief of NBA-Blogging Paul mal umschauen. Da gibt es das volle Brett für alle. So, viel Spaß mit dieser NBA-Saison, die hoffentlich viele geile Spiele und viele interessante Stories bereithält.

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So, morgen kommt hoffentlich NBA 2k8 für meine 360 an. Dann stellt sich die Frage, mit welchem Team ich spielen soll. So richtig entscheiden kann ich mich ja nicht, muss ich gestehen. Deshalb gebe ich die Frage weiter.

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Also, drüben bei Paul gibt es Auszüge aus einem Interview mit den Managern von Leverkusen und Köln zu lesen. Bei Bayer Leverkusen fällt bald das Bayer weg, da sich der Konzern entschieden hat, im Bereich Sport weniger Profiteams zu fördern. Sollte Leverkusen keinen zahlungskräftigen Sponsor akquirieren können, bedeutet das:

Wenn das nicht geschafft werden kann (die Erhaltung des Standortes Leverkusen; Anmerkung des Verfassers), versuchen wir mit der Einwilligung des alten Lizenzhalters und der Liga ein bestimmtes Know-how mit einer Lizenz zu transferieren in eine andere Stadt.”

Im April diesen Jahres war ich beim Handball-Pokal-Final-Four in der Color Line Arena zu Hamburg. Als wir aus der Halle kamen, hing da ein riesiges Plakat, wo draufstand: “Hamburg, die Sportstadt Nr. 1 in Deutschland”. Über solche Aussagen kann man natürlich stundenlang streiten, aber mit dem HSV (Fußball und Handball-Bundesliga), St. Pauli (2. Liga Fußball) und den Hamburg Freezers, sowie der NFL Europe und den Sea Devils ist auf jeden Fall einiges los in der Hansestadt. Aber leider nicht mehr im Basketball.  Und daran musste ich denken, als ich las, der Verein könne ja umziehen.

Der letzte Hamburger BBL-Vertreter waren die BCJ Tigers.  In den Saisons 99/00 und 00/01 beglückten die Tigers mich mit einigen Spielen in der BBL. Es war echt nett, der Eintritt kostete für Studenten schlappe 8 DM und das Highlight eines jeden Spiels waren die Nummerngirls in den Viertelpausen, die immer anzeigten, welches Viertel gleich ansteht. Die Damen wurden aus dem Dollhouse angekarrt und waren oftmals der größte Hingucker bei den Spielen.

In der Saison 00/01 stiegen die Tigers aus der Bundesliga ab. Es gab in dieser Saison viele Querelen. Der Topstar des Teams, Duane Woodward, war zwar einer der Topscorer der Liga, doch nach einer Schlägerei mit seinem Team-Kollegen Peter van Elswyk wird er fristlos entlassen. Da die Tigers danach sportlich immer mehr in die Krise rutschen, wird Woodward nach einigen Wochen wieder zurückgeholt. Neben den sportlichen und persönlichen Problemen hat der Verein auch zunehmend finanzielle Probleme.  Offensichtlich ist das Management nicht mehr Herr der Lage und die Liga droht mit einem Entzug der Lizenz. Der Verein spielt die Saison bis zum Ende, kann aber den Abstieg in die zweite Liga mit 8 Siegen und 18 Niederlagen nicht verhindern.

In der zweiten Liga kann Duane Woodward gehalten werden und angeführt von seinen Leistungen spielen die Tigers eine exzellente Saison. Mit nur drei Niederlagen kann die Mannschaft den sportlichen Aufstieg sichern, doch leider verwirklicht sich der Traum von der BBL nicht. Der Verein steckt in massiven finanziellen Schwierigkeiten und kann nicht die notwendigen Gelder aufbringen, um eine Lizenz für die erste oder zweite Liga zu erhalten. Im Mittelpunkt steht Jens Holtkötter, jahrelanger Macher der Tigers, der mit dubiosen Sponsorenzusagen und anderen zwielichtigen Deals den Verein zu retten versucht, aber die Probleme noch verschärft. Ganz offensichtlich war er ein Mann, dessen Herz am Basketball und am Verein hing, der aber nicht die nötigen Kompetenzen hatte, um den Verein im Alleingang zu managen.

Die Tigers mussten zurück in die Regionalliga und seitdem liegt der Basketball in Hamburg am Boden. Bisher erfolgreichste Mannschaft der letzten Jahre ist der SC Rist Wedel, der immer wieder im oberen Mittelfeld der 1. Regionalliga Nord spielt, aber bisher noch nicht den Schritt in die zweite Liga geschafft hat. Schade eigentlich, denn eine Mannschaft in der ersten Liga würde Hamburg gut zu Gesicht stehen. Wenn man das Ganze richtig angeht und solide finanziert, muss das doch möglich sein. Als der ehemalige VfL Bad Schwartau aus der Handball-Bundesliga seinen Standort nach Hamburg verlegte war ich auch sehr skeptisch, aber letztlich hat sich die Mannschaft durchgesetzt und zählt nach nur wenigen Jahren zu den Top-Teams des deutschen Handballs. Das muss doch auch im Basketball möglich sein. Lieber ein Retortenteam als gar kein BBL-Basketball in der Nähe zu haben. Mittlerweile bin ich soweit, demnächst nach Bremerhaven zu fahren, nur um mal wieder erstklassigen Basketball zu sehen. Kann doch nicht so schwer sein, oder? Bitte.

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